Aktuelles



"Das Brot der Bayern!" - Projekt des Landesinnungs-verbandes und des Bayerischen Rundfunks

Unser Projekt „Das Brot der Bayern!“ startet heute am Montag, den 3. Mai 2021. Mit vielen Sendungen über Funk und Fernsehen und mit zahlreichen Berichten soll das Bäckerhandwerk in Bayern in seiner ganzen Bedeutung dargestellt werden. Begleitet wird die Aktion mit Beiträgen über die sozialen Medien.

Zum Auftakt berichtet Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger jun. heute im BR-Studio über das bayerische Bäckerhandwerk. Ab dann gibt es bis zum 14.05.2021 täglich Beiträge, Studiogäste, Kochaktionen und auch ein Gewinnspiel rund um unser Handwerk.

Am Projekt nehmen bayerische Innungsbetriebe mit inzwischen knapp 1150 Filialen teil. Bereits das heutige Echo der Bäcker/innen und der Medien ist überwältigend.

Weitere Infos unter: https://www.baecker-bayern.de/brot-der-bayern/

Wir danken Ihnen allen für Ihr Engagement und Ihre Mithilfe, die Bedeutung und den Wert unseres Bäckerberufs in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Text Quelle: "Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk"

Blumiges Dankeschön für Bäcker-Kunden

Nürnberg – Mit ihren vielfältigen Bestimmungen verlangt uns die Corona-Krise derzeit einiges ab: So ist auch der Einkauf für den täglichen Bedarf mitten in der Pandemie mit Einschränkungen und Unannehmlichkeiten verbunden. Für Geduld, Verständnis und Rücksicht, die die Kunden in den vergangenen Monaten unter Beweis gestellt haben, bedankten sich die Mitglieder der Bäcker-Innung Nürnberg jetzt mit einer ganz besonderen Aktion. Zu Ostern verteilten die Bäckereien Albert, Bock, Döllner, Gstatter und Imhof insgesamt 2.500 Blumenpräsente an die Kunden.

Innungsobermeister Markus Döllner erklärt: „Auch in diesen schwierigen Zeiten halten die Kunden unserem Handwerk die Treue. Sie nehmen in Kauf, bei Wind und Wetter vor der Tür zu warten, bis sie an der Reihe sind. Sie halten sich vorbildlich an die Maskenpflicht und die Abstandsregeln. Dafür wollten wir nun einmal von Herzen Danke sagen und mit den blumigen Grüßen unsere Wertschätzung ausdrücken.“ Gleichzeitig zeigten sich die teilnehmenden Bäckereien durch die Initiative solidarisch mit den örtlichen Blumenhändlern, die ihre Geschäfte während des Lockdowns lange Zeit geschlossen halten mussten. „Viele Floristen haben durch die Geschäftsschließungen in der Pandemie harte Verluste hinnehmen müssen“, weiß Döllner. „Deshalb war es uns ein wichtiges Anliegen, die Aktion so zu gestalten, dass wir gleichzeitig noch etwas Gutes für die Betriebe in der Region tun können.“

Das Engagement kam gut an – nicht nur bei den beschenkten Kunden der Bäckereien. Auch der Bundestagsabgeordnete Sebastian Brehm und Thomas Pirner, Präsident der Handwerkskammer für Mittelfranken, besuchten zwei der teilnehmenden Geschäfte und sprachen den Initiatoren dabei ihr Lob für das blumige Dankeschön aus.

Text Quelle: "KONTEXT public relations GmbH"

Stollenprüfung 25.11.2020 in der Bäcker-Innung Nürnberg

Stollen sind süße Prachtstücke mit Tradition. Schließlich handelt es sich um das älteste deutsche Weihnachtsgebäck. Schon 1329 wurde ein erster Stollen für Bischof Heinrich gebacken. Damals handelte es sich allerdings um mageres Fastengebäck, weil der Advent eine Fastenzeit war. Also kamen nur Wasser, Haferschrot und Rübenöl hinein.

Seit 1491 darf Butter verwendet werden, denn dies legte Papst Innozenz VIII. in seinem „Butterbrief“ an Kurfürst Ernst von Sachsen fest. Die Form dagegen hat sich bis heute unverändert erhalten: Der Stollen ist mit seinem weißem Zuckerüberzug ein „Gebildbrot“, weil er das Christkind in seinen Windeln in der Krippe darstellt. Auch die traditionellen Zutaten sind Symbole: Mandeln und Nüsse haben eine harte Schale, in der ein süßer Kern ist, der wie der Glaube im Verborgenen gedeiht. Früchte und exotische Gewürze erinnern an die Gaben der heiligen drei Könige.

Seither hat sich kulinarisch viel getan. Die Grundlage des Stollens ist mit Quark, Eiern, Orangeat, Zitronat, süßen und bitteren Mandeln sowie in Schnaps eingelegten Rosinen zwar relativ gleich geblieben, ebenso die Gewürze Zimt, Kardamom und Muskat. Heute tritt aber gerne Neues und Kreatives hinzu, von Cranberrys bis zu Aprikosen und Rosmarin oder Likören. Marzipan oder Schokolade verwundern längst nicht mehr.


Dies zeigte sich auch bei der aktuellen Stollenprüfung der Bäcker-Innung Nürnberg Stadt und Land. Sie fand diesmal in der Innungsgeschäftsstelle in der Rosenplütstraße statt. Neun Innungsbäckereien gingen ins Rennen und reichten 33 Proben ein. Bäckermeister Manfred Stiefel vom Deutschen Brotinstitut hatte wie auch in den letzten Jahren das Vergnügen, sich durch das Sortiment zu schlemmen.

Der versierte Tester achtet dabei auf zahlreiche Kriterien. Natürlich zählen Form und Aussehen, also die perfekte Oberfläche und Beschaffenheit der Kruste. Ebenso schaut Stiefel auf die inneren Werte wie Struktur, Elastizität und gleichmäßige Fruchtverteilung. Die Krume, also der weiche Teil, muss schön saftig und locker sein, bei Druck nachgeben. Trocken, zäh oder hart geht nicht.

„Ich nehme den Stollen in die Hand und schau mir die Form, Farbe, Zuckerung an. Dann schneide ich ihn in durch und prüfe die Konsistenz. Es folgt das Aroma, also der Nasenriechtest und zuletzt beiße ich hinein“, so der Experte. Geruch und Geschmack bringen dabei als Königsdisziplinen die meisten Punkte. Duftet das Backwerk fein nach Butter, Vanille und Gewürzen? Und vor allem: Wie mundet es? Zwischendrin trinkt Stiefel immer wieder Wasser. Dann werden die Bewertungen notiert.

Und das Ergebnis? 20 Proben wurden mit sehr gut bewertet, neun mit gut. Zwei Kandidaten erhielten zusätzlich die Goldmedaille des Deutschen Brotinstituts, weil sie sich in den letzten drei Jahren freiwillig bewerten ließen und top abschnitten. Dies waren die Bäckerei Bock mit ihren Elisenlebkuchen und das Backhaus Fuchs mit seinem Meisterstollen. Außer ihnen haben auch diese Bäckereien teilgenommen: Albert, Döllner, Gukkenberger, Ipta, Walz, Wunder und Deinzer Der Holzofenbäcker.

Text und Bild Quelle: "Nürnberger Nachrichten"

Wir gratulieren dem Innungsbetrieb Lebküchnerei Woitinek zum 125jährigen Bestehen

Die Bäcker-Innung Nürnberg Stadt und Land gratuliert der Familie Woitinek zum 125jährigen Firmenjubiläum.

Im Rahmen eines offiziellen Besuches am 01. Oktober 2020 überreichten Obermeister Markus Döllner und Geschäftsführerin Manuela Wohlert Frau Pia und Bernd Woitinek eine Urkunde sowie einen Blumengruß.

Obermeister Döllner sprach seinen Dank aus und wünschte weiterhin eine gute, gedeihliche Entwicklung und ein erfolgreiches Bestehen.


 

Schutzverband Nürnberger Lebkuchen g.g.A

Der Schutzverband Nürnberger Lebkuchen g.g.A. ist am 07. Oktober 2019 in der Bundeshauptstadt bei einer Präsentationsveranstaltung bayerischer EU-herkunftsgeschützter Produkte vertreten.
Am Montag, 07.10.2019 findet in der Vertretung des Freistaates Bayern in Berlin eine "Networking"-Veranstaltung aller bayerischer Erzeuger- und Schutzgemeinschaften statt. Alle Mitglieder der Schutzgemeinschaft sind dazu eingeladen!

Umrahmt wird die Veranstaltung , die um 17 Uhr beginnen wird, durch musikalische Beiträge und einem "Flying Buffet", welches von einem bayerischen Koch auf Basis der bayerischen Spezialitäten zubereitet wird.

Ein Urgestein des Bäckerhandwerks

Nürnbergs Ehrenobermeister Manfred Kerschbaum starb am 31.03.2019 im Alter von 74 Jahren

Nürnberg (pr) – Das Bayerische Bäckerhandwerk und die „Becken“ in der Noris tragen Trauer: Kurz vor seinem 75. Geburtstag ist  Manfred Kerschbaum, Ehrenobermeister der Bäcker-Innung Nürnberg, völlig überraschend verstorben.

Kerschbaum galt als Urgestein des Bäckerhandwerks. Nach der Lehre in der elterlichen Bäckerei im Nürnberger Stadtteil Gostenhof, seiner Gesellen- und Meisterprüfung übernahm er bald auch Verantwortung im Betrieb an der Solgerstraße 13 und im Handwerk: Seit 1984 gehörte er dem Innungsvorstand an, 1991 wurde er zum stv. Obermeister, 2004 zum Obermeister gewählt. Bis 2012 führte er die Innung, war 17 Jahre lang Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer für Mittelfranken, neun Jahre der Kreishandwerkerschaft. Von 2002 bis 2007 fungierte der erfahrene Meister als stv. Bezirksobmann der Bäcker und arbeitete aktiv im Landesinnungsverband des Bäckerhandwerks mit, von 1994 bis 2009 brachte er sein Fachwissen in den Aufsichtsrat der Nürnberger Bäcker-Bank (heute VR-Bank) ein.

In seiner achtjährigen Amtszeit als Obermeister traf Manfred Kerschbaum u.a. die wichtige Entscheidung, die Innungsgeschäftsstelle von der Ostendstraße an die Schlachthofstraße zu verlagern und mit den Metzgern unter ein Dach zu ziehen. Verdienste erwarb er sich auch als rühriger Mitorganisator des damaligen jährlichen Bäckerballs in der Meistersingerhalle, bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen wie den „Sternstunden“-Galas des Bayerischen Fernsehens oder den Bayerischen Berufsbildungskongressen im Nürnberger Messegelände.

Daneben übernahm der gläubige Christ zahlreiche Ämter in Kirche und Gesellschaft – ob im Dekanat, der evangelischen Landessynode, im CVJM oder zehn Jahre lang als Landesvorsitzender der Christlichen Bäcker- und Konditoren-Vereinigung. Auch als ehrenamtlicher Richter war er tätig, z.B. am Landes-Arbeitsgericht. In Anerkennung dieser Leistungen verlieh ihm 2001 der damalige stv. bayerische Ministerpräsident Günter Beckstein das Verdienstkreuz am Bande. Von der Nürnberger Innung und seinem Amtsnachfolger Christian Albert wurde er 2012 zum Ehrenobermeister ernannt.  

 BUs: Nürnbergs Bäcker ernannten Manfred Kerschbaum 2012 zum  
 Ehrenobermeister (Foto: KHW)

 

BUs: 2014 wurde Manfred Kerschbaum (r.) von Kurt Held mit dem Ehrenteller des Bayerischen Bäckerhandwerks ausgezeichnet.             (Foto: KHW)

In Anerkennung seiner großen Verdienste zeichnete der Landesinnungsverband den unermüdlichen „Macher“ 2014 mit seinem Ehrenteller aus. Stv. Landesinnungsmeister Kurt Held (Ansbach) würdigte dabei Kerschbaums großen Einsatz und „30 Jahre Dienst für das Bäckerhandwerk“. Und: „Du hast immer Verantwortung übernommen und Dich nicht nur um Dein eigenes, sondern ums gesamte Handwerk gekümmert“ – selbst wenn dabei die Familie zu kurz gekommen sei.

Manfred Kerschbaum lebte seit seinem Abschied aus dem Berufsleben in Emskirchen. Er hinterlässt seine Gattin Ursula, die ihm stets ein großer Rückhalt war, drei Kinder und vier Enkel.